Produktfotos mit dem Smartphone: Dein DIY-Homestudio

17. Juni 2026

Ein Fotostudio zu mieten kostet Geld, das viele KMU lieber ins Produkt stecken. Muss es auch nicht: Für den Einstieg brauchst du nur dein Smartphone, gutes Licht und etwas Kreativität. So baust du dir ein Mini-Homestudio.

Der Hintergrund

Ein neutraler, weißer Hintergrund lenkt nicht vom Produkt ab und wirkt sofort professionell. Am günstigsten geht das mit einer großen Papierrolle oder einem Bogen Bastelkarton. Führe ihn nahtlos vom Boden oder Tisch nach oben in die Wand, sodass keine sichtbare Kante entsteht. Diese Hohlkehle ist der Trick hinter den meisten sauberen Produktbildern.

Die Beleuchtung

Das beste Licht ist gratis: Tageslicht. Positioniere dein Setup tagsüber nah an einem großen Fenster. Meide direktes Sonnenlicht, denn es erzeugt harte Schatten und grelle Reflexe. Ideal ist weiches, indirektes Licht an einem hellen, aber bewölkten Tag oder auf der Schattenseite des Hauses. Gegen verbleibende harte Schatten hilft ein einfacher Reflektor: ein weißes Blatt Papier oder Karton auf der dem Fenster abgewandten Seite wirft Licht zurück und hellt die dunklen Bereiche auf.

Die Kamera

Dein Smartphone kann mehr, als du denkst. Tippe zum Fokussieren direkt auf das Produkt, damit es garantiert scharf ist. Der Porträtmodus erzeugt eine angenehme Tiefenschärfe und hebt das Produkt vom Hintergrund ab, bei sehr kleinen Objekten aber vorsichtig einsetzen, damit keine wichtigen Kanten unscharf werden. Wichtig ist eine ruhige Hand: Ein kleines Stativ oder eine feste Unterlage verhindert Verwacklungen und sorgt für gleichbleibende Bildausschnitte.

Danach: Bildbearbeitung

Nach der Aufnahme folgt der Feinschliff. Stelle das Produkt sauber frei, korrigiere den Weißabgleich für ein wirklich weißes Weiß und gleiche die Helligkeit über alle Bilder an. Wem das zu aufwendig ist, greift zu KI: Moderne Tools stellen Produkte automatisch frei und generieren neue Hintergründe, mehr dazu unter KI-Produktbilder generieren. Die konkreten Shopify-Standards für Größe und Anzahl findest du im Einsteiger-Guide für Shopify-Produktfotos.

Mit KMUPIM den Überblick behalten

Sobald die ersten Dutzend Fotos entstanden sind, stellt sich die nächste Frage: Wo liegt welches Bild, und zu welcher Variante gehört es? KMUPIM bündelt DAM, PIM und ein KI-Studio in einer Plattform. Deine Produktbilder liegen variantengenau, bleiben synchron mit dem Katalog und sind mit einem Klick fürs Ausspielen in den Shop bereit. EU-gehostet, DSGVO-konform und als schlanke All-in-one-Lösung für KMU statt fünf einzelner Tools.